Taufkleid als Schmuckstück für das Baby
Kleider und Anzug für die Taufe des Babys – reines Weiß für eine reine Seele
Der Zweck der Taufe ist mittlerweile hinlänglich bekannt: ein Mensch wird zeremoniell durch geweihtes Wasser symbolisch gereinigt von seinen Sünden, auch von der Erbsünde, und wird dadurch in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Galt es früher, Erwachsene zu taufen, indem man sie – ähnlich wie bei Jesu‘ Taufe selbst – ganz in Wasser eintauchte, ist es heute üblich, kleine Babys zu taufen und ihnen symbolisch ein paar Tropfen Wasser auf die Stirne zu träufeln. Das hat durchaus einen tieferen Sinn. Man wusste nicht, wie lange ein Mensch überhaupt zu leben hat und es gab in früheren Generationen eine hohe Kindersterblichkeit. Also wollte man dem Menschen schon sehr frühzeitig die Möglichkeit zur Auferstehung bieten, indem man ihn taufte, und zwar so früh wie möglich nach der Geburt. Damit war man gemäß dem christlichen Glauben auf der sicheren Seite. Diese Tradition hat sich bis heute nicht geändert. Während Erwachsene, wenn sie sich freiwillig taufen lassen, ihre Sünden bereuen können, hat ein Baby weder sprachlich die Möglichkeit dazu, noch werden sich irgendwelche Sünden auf seiner kleinen Seele angesammelt haben. Es gibt für ein Baby nichts zu bereuen, abgesehen von der Erbschuld, die jeder Mensch in der christlichen Überlieferung trägt.
Aus diesem Grunde tritt das Baby in der Farbe der Unschuld in die Christengemeinschaft ein. Die weiße Farbe zieht sich ab dann durch das Leben des Christen. Mädchen beispielsweise empfangen in weiß ihre erste heilige Kommunion und wenn sie kirchlich heiraten, tragen sie abermals ein Brautkleid in weiß. Weiß steht für Reinheit. Mit dem Taufkleid wird symbolisiert, dass der Täufling rein und unschuldig ist und würdig, in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen zu werden. Taufkleider für Babys sind kleine Träume in weiß. Edelste Seidenstoffe, Satin oder sonstige edle Stoffe machen das Taufkleid zu etwas wirklich Besonderem. Kleider eignen sich sowohl für Mädchen wie auch für Jungen. Sie sind geschlechtsneutral. Wer unbedingt möchte, kann einen kleinen Jungen mit einem Taufanzug ausstatten, der aus Hose und Jackett besteht, quasi ein Smoking in Miniaturformat, was auch besonders süß anzusehen ist.
Das Taufkleid wurde in früheren Generationen immer aufbewahrt und an die Kinder weitergegeben. Das heißt, solange ein Taufkleid hielt, konnten darin mehrere nachfolgende Generationen bis hin zu den Urenkeln ihre Taufe empfangen. Heute ist diese Tradition nicht mehr so zeitgemäß. Stattdessen wird das Taufkleid meist in den Größe 68, 74 oder 80 vornehmlich aktuellen Modetrends angepasst. In der folgenden Generation kann die Mode bereits wieder ganz andere Schwerpunkte haben. Nur eines wird sich vermutlich nie ändern: Das Taufkleid bleibt – will man es richtig machen – weiß. Das heißt aber nicht, dass Kinder, die in andersfarbigen Kleidern zur Taufe geführt werden, den heiligen Segen verwehrt bekommen. Es ist nur die Farbe Weiß, die bis heute einen festen Bestandteil in der christlichen Tradition hat.


